Buchbesprechung: Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenmoor

Einem geschenkten Gaul sollte man ja bekanntlich nicht ins Maul schauen, aber diesem Krimi konnte ich bei aller Liebe wirklich nichts abgewinnen. Ann Kathrin Klaasen sieht sich in diesem Teil der Krimiserie mit einem widerlichen Mörder konfrontiert, der Leichen häutet und dann im Moor versenkt. Zu allem Überdruss wird fast zeitgleich ein Baby in Norden entführt. Es ist also eine ganze Menge los, da oben in Ostfriesland, aber dann treffen vollkommen überzogene Charaktere wie der rüpelhafte Rupert, der schon lange in die Wüste geschicht worden wäre, oder die völlig überspannten Eltern voll destruktiver Energien aufeinander. Und zwischendurch wird man als Leser mit straßenexakten Angaben zu den Örtlichkeiten gefüttert, als ob diese Posse dadurch realistischer würde. Die nützen genauso wenig wie die ausschweifenden Traktate über Nebenschauplätze oder andere Geschehnisse. Nö, Kinners, davon werde ich mir keinen weiteren Teil anschaffen.
Ganz peinlich waren dann noch die latenten diskriminierende Äußerungen über Menschen: Männer mit buntem Oberhemd sind zum Beispiel tuntig. Da muss wohl jemand noch ganz ordentlich an seinem Weltbild arbeiten!!

Advertisements

Über kaynerlei

Übersetzer, Dolmetscher und Deutscher mit Wahlheimat in den Niederlanden, liebem Ehemann, zwei Hunden und Faible für Oper und schöne Stimmen
Dieser Beitrag wurde unter Buchbesprechung abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s