Buchbesprechung: Annette Birschel: Mordsgouda

Wer selbst im Ausland lebt, ist natürlich neugierig, welche Dinge anderen Deutschen im Land der Klumpen aufgefallen sind. Ausgangspunkt ist unsere Ich-Erzählerin, die frisch geschieden, aber mit Sohn, versucht zu ergründen, was deutsche Frauen in die Arme niederländischer Männer treibt. Ob es die Neigung zur praktischen Hema-Unterhose ist oder doch das Prinzip lekker makkelijk, das man allerorten hört?
Selbstverständlich tummeln sich hier daher viele heiteren Klischees wie Geburtstagskalender auf dem Klo, die unvermeidliche Keksdose mit je einem Keks pro Gast und die heilige Kuh, das Fahrrad. Andererseits entsteht dadurch doch ein interessantes Sittengemälde der niederländischen Kultur, wobei allerdings zu bemerken sei, dass es hier deutlich ein Amsterdamer Nabelstarerei geworden ist, bei der alles jenseits der Amsterdamer Grachten eigentlich schon gar nicht mehr zum Land gehört.

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Über kaynerlei

Übersetzer, Dolmetscher und Deutscher mit Wahlheimat in den Niederlanden, liebem Ehemann, zwei Hunden und Faible für Oper und schöne Stimmen
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