Buchbesprechung: Gilbert Adair: Mord auf ffolkes Manor

An sich soll der Krimi ja im Stil der großen Agatha Christie geschrieben sein, aber da kommt das Buch wirklich bei Weitem nicht dran, auch wenn der Grundgedanke selbstverständlich an die Queen of Crime erinnert: An einem stürmigen Winterabend sind einige Gäste in ffolkes Manor zum Weihnachtsfest versammelt. Und in einem verschlossenen Raum findet sich am nächsten Morgen die Leiche eines unangenehmen Zeitgenossen, den jeder der Anwesenden wohl gerne ins Jenseits befördert hätte. Also dürfen sich ein pensionierter Scotland-Yard-Inspektor und eine Schriftstellerin ans Werk machen, um den Mörder zu ermitteln, was natürlich der Krimiautorin gelingt. Vom britischen Humor ist (in der Übersetzung) nicht viel zu merken und die Lebensgeschichten der Anwesenden sind zum Teil so langatmig, dass sie zum zügigen Weiterblättern animieren.

Der Clou ist sicherlich gut durchdacht, der Täter kommt ein wenig aus dem hohen Hut und dem Ganzen fehlt es an Saft und Kraft, auf jeden Fall an Humor, sodass ich beim nächsten Mal doch lieber wieder meine Bekanntschaft mit Miss Marple und Hercule Poirot auffrische.

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Über kaynerlei

Übersetzer, Dolmetscher und Deutscher mit Wahlheimat in den Niederlanden, liebem Ehemann, zwei Hunden und Faible für Oper und schöne Stimmen
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