Buchbesprechung: Jo Nesbo: Rotkehlchen

Polizisten, die wahlweise Alkoholiker oder kriminell sind, Neonazis, hinterhältige Politiker, hinreißende Frauen und ins Alter gekommene Kriegsverbrecher (jaja, aus dem Zweiten Weltkrieg) geben sich in diesem Thriller aus Norwegen ein Stelldichein, und das führt im ersten Viertel zu einem ziemlichen Tohuwabohu an Namen, Orten und Zeiten, aber sobald die Geschichte dann erst einmal ins Rollen kommt, fragt man sich auch nicht mehr, warum man sich überhaupt an die Lektüre gemacht hat, denn jetzt dreht auch die Spannung allmählich auf, die Verbindungen zwischen all den Charakteren kristallisieren sich heraus und bekommen wir als Leser eine Geschichte vorgesetzt, die zwar nicht überraschend ist, aber auf jeden Fall handwerklich geschickt gemacht und lesenswert. Das lobt man sich doch schon auf dem heutigen Markt für Thriller, auf dem genügend mit der schnellen Feder hingehuschter Schund angeboten wird.

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Über kaynerlei

Übersetzer, Dolmetscher und Deutscher mit Wahlheimat in den Niederlanden, liebem Ehemann, zwei Hunden und Faible für Oper und schöne Stimmen
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