Malle mit Famille!!

Mallorca vom 9. bis zum 16. Mai 2008

Diese Reise hatten wir ja wirklich von langer Hand vorbereitet: Schon 2007 war der Plan gefasst, Mutti zum 70. Geburtstag mit einer Woche Mallorca mit ihrer Kinderschar plus Anhang zu beglücken. Aufgrund des Schuldienstes von Dietmar entschieden wir uns für die Pfingstwoche, damit er auch für ein paar Tage mitkommen konnte.

Leider sollte dann aus Martinas und Dietmars Teilnahme dann doch überhaupt nichts werden, weil Hanna ins Krankenhaus musste, sodass die beiden ihre Reise stornierten.

Also luden Robert und ich die Mutti ein, nach Eindhoven zu kommen statt nach Gelsenkirchen, sodass wir gemeinsam nach Düsseldorf zum Flughafen fahren könnten. Gesagt, getan. Am Donnerstagabend traf Isolde hier ein und bewunderte noch den Garten und das Haus, bevor wir uns nach dem ersten Begrüßungssekt in die Betten verabschieden konnten.

Freitag musste Robert noch arbeiten. Ich hatte die meisten Dinge schon erledigt und konnte mich der Mutti und den häuslichen Tätigkeiten widmen. Alles verlief wie am Schnürchen und als Robert dann kurz vor zwei eintraf, konnten wir auch schon fast sofort losbrausen gen Flughafen.

Und wer früh kommt, findet auch gleich einen Parkplatz mit der Nummer 3570, kann schnell zum Check-in, sodass noch mehr als genügend Zeit zum Kaffeetrinken und Schwatzen bleibt. Mutti konnte sich in guter Gewohnheit noch eine Bild-Zeitung kaufen, während Robert mit der Gala wieder auf den neuesten Klatsch-Stand kam. Mit leichter Verspätung konnten wir dann am Ende des Nachmittags nach einer leidigen Busfahrt doch zum Flugzeug und abheben. Wir verließen Düsseldorf bei strahlendem Sonnenschein, überquerten die weiß glänzenden Alpen, bis wir am Mittelmeer in einem Meer aus grauen Wolken mit dem Sinkflug anfingen. Aber das konnte uns im Flugzeug nicht weiter stören, denn wir genossen unseren Fürst Metternich am Sitzplatz, den Mutti uns spendiert hatte.

Der Regen war uns nach der Landung ganz egal; wir waren froh, dass wir schnell unsere Koffer bekamen und draußen fast sofort mit einem Minibus nach Cala Ratjada gebracht werden konnten. Kurz vor 11 Uhr waren wir dann am Hotel. Und wollten eigentlich nur noch in unser Appartement. Das ging auch, nur bekamen wir dort leider das Licht nicht an… denn nicht nur der Hauptschalter, sondern auch die Sicherung war aus… Also durften wir noch ein paar Mal zur Rezeption rennen und zurück, wobei wir dann Ulrich trafen. Ulrich und Sandra waren ja schon eine Woche da; das war besonders beim Frühstück praktisch, weil die beiden schon die Namen aller Touristenkinder und Conchitas kannten.

Aber der Strom ließ uns trotzdem im Stich. Kein Licht und keine Klimaanlage im Zimmer also. Kein Problem, denn wir wollten eh schlafen und für Klimaanlage war’s ein bisschen zu kalt. Der Elektriker konnte den Schaden dann am Samstag und Montag in zwei Etappen beheben, sodass wir wieder erleuchtet waren!

Am Samstag trafen wir uns in der Fünferrunde dann zum Frühstück. Wir ließen uns Zeit und uns alles gut schmecken. Es ist halt doch sehr verführerisch, wenn die Leckereien am Büfett angerichtet sind.

Danach sollte es erst einmal in den Ort gehen. Durch die kleinen verwinkelten Straßen ging es an Hotels, Stadtvillen und Mietshäusern zum kleinen Hafen, in dem die Boote im Wasser dümpelten. Laut einem Straßenschild ist es hier wohl verboten, Fische an der Leine herumzuwerfen; eine andere Bedeutung konnten wir dem Schild nicht entnehmen…

Nach den Unwettern der Vortage war das Meer noch immer sehr unruhig. Darum konnten wir auch nicht direkt am Wasser unser Morgenkaffee genießen, sondern mussten uns ins Café selbst setzen. Kein Problem, nachdem die Kaffeemaschine repariert war, schmeckt der Cappuccino auch drinnen. Anschließend schlenderten wir am Wasser und durch die wenig ansprechende Einkaufsmeile weiter, fanden dann aber dank unserer kundigen Führer Sandra und Ulli wiederum eine tolle Tapas-Bar auf einem ruhigen Platz, bei dem sich Robert einen kleinen Salat bestellte, von dem wir alle hätten satt werden können.

So, nach so einem anstrengenden Tag war es natürlich gleich Zeit für eine dicke Siesta am Pool. Da trafen wir uns anschließend zum gemeinsamen Ruhen, Lesen und Plaudern…. Ein Ende dessen würde erst das Abendessen verschaffen, das pünktlich ab 18 Uhr serviert wird. Und wie sich das für anständige Touristen gehört, waren wir gleich danach schon völlig müde, sodass wir uns keine großen Partygänge erlaubten, sondern stattdessen zur rechten Zeit in den Betten verschwanden. Vielleicht mag das auch auf die saftige Sangria mit Cointreau, Weinbrand, Bananenlikör und Rotwein zurückzuführen sein, der uns noch kredenzt worden war,

Am Sonntag sah es draußen eher trübe aus. Darum hatten wir uns auch für diesen Tag mit Onkel Lothar verabredet, der uns zusammen mit Julia am Nachmittag abholen würde. Da blieb aber am Vormittag noch Zeit für einen Bummel auf der Strandpromenade. Dabei mussten wir uns allerdings einmal zu einem fremden Hotel retten, weil es plötzlich zu regnen anfing. Am Strand war aus wenig erstaunlichen Gründen daher auch wenig los. Im Café bei Juan dafür etwas mehr. Das mag dann wohl einen ursächlichen Zusammenhang zu dem Regen haben.

Wie gut, dass wir zum Nachmittag abgeholt werden würden. Lothar und Julia waren dann auch pünktlich da, und los ging’s zur Finca in Cala Millor!

Dort wartete schon Brigitte mit Enkeltochter Franziska auf uns. Zur Begrüßung gab’s dann erst einmal einen Sekt und eine Führung durch das und um das Haus herum. Dabei wurden die Ferienwohnungen, der Pool und natürlich der Familienhund Luiz gebührend bewundert. In fröhlicher Runde verplauderte sich die Zeit schnell und dann war es schon Zeit, zum Restaurant am Meer zu fahren, wo wir zu Abend essen wollten. Das Essen war vorzüglich und bevor wir uns versahen, war es auf einmal spät geworden; noch später war es dann, als auch endlich unser Taxi da war, dass uns zurück zum Hotel bringen sollte. Aber am wichtigsten war und ist natürlich, dass wir lange nicht mehr in so einer Runde zusammengekommen waren, und viel Spaß dabei hatten.

Am Montag waren wir wieder zu unserer fast schon gewohnten Zeit um halb neun beim Frühstück. Und es schmeckte wiederum gut. So gestärkt konnten wir uns dann zum Bummel an der Küste aufmachen. Dieses Mal wollten wir uns einen anderen Teil mit imposanten und eindrucksvollen Villen ansehen. Da war für jeden etwas dabei. Gerade rechtzeitig erreichten wir dann wieder die Stadt, denn inzwischen hatte sich der Himmel böse verdunkelt und die ersten dicken und kalten Tropfen stürzten auf uns herab… Zum Glück ließ sich der Geschmack des Erdbeerkuchens vom Dauerregen nicht beeindrucken. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir dann aber im Hotel, weil jetzt richtiger Dauerregen eingesetzt hatte. Auf lustige Gedanken kamen Mutti, Robert und ich dann wieder bei der Champagnersangria. Die sorgte dann auch für die nötige Bettschwere nach einem weiteren Abendessen.

Dienstag brachte Robert und ich mich zeitig auf die Beine. Vor dem Hotel stand nämlich schon unser Peugeot 207, der darauf wartete, gen Palma ausgelassen zu werden. Ausgelassen fuhren wir dann auch gleich los und waren recht früh in der mallorquinischen Hauptstadt, sodass wir praktischerweise gegenüber der Kathedrale parken konnten und schon kurz nach 10 Uhr diesen Prachtbau von innen und außen bestaunen konnten. Dann ging es weiter über Plätze, durch Gassen und Straßen kreuz und quer durch das historische Zentrum der Metropole. Da gab es wirklich überall etwas zu sehen. Und da es noch kein später Nachmittag war, lagen die versoffenen Touristen auch noch unter den Kneipentischen und konnten das Bild nicht stören.

Wir brachen rechtzeitig wieder auf, um nach Alcúdia zu fahren. In dieser alten Stadt bewunderten wir die Stadtmauer und die einladenden Gässchen. Zum Glück waren die fliegenden Händler mit ihren billigen Sonnenbrillen und drittklassigen Herrengürteln schon beim Wegräumen, sodass das Bild nicht allzu sehr durch Ramsch getrübt wurde. Das hatten wir dann erst später, als wir schon im Auto saßen und Richtung Artà weiterfuhren. Die ganze Küste war dort doch ziemlich arg durch Bettenburgen und Pauschalhotels verschandelt. Schade.

In Artà hatte sich das historische Stadtbild mit Kirche und Festung am Berg sehr schön erhalten. Was hatten wir doch für ein Glück, dass das Wetter an diesem Tag mitspielte und wir überall bei klarem, sonnigen Wetter bei angenehmen Temperaturen herumschlendern und bummeln konnten.

Wieder im Hotel berichteten wir den anderen erst einmal von unseren Reisen. Die drei Daheimgebliebenen saßen gemütlich bei Ulli und Sandra auf dem Balkon und lachten über die Männergruppen, die gerade angekommen waren und den Einstieg mit Bier in der Sonne feierten, bevor sie dann alle rot und onduliert in ihre Zimmer torkelten. Bei dem schönen Wetter blieben wir noch lange draußen, bevor wir uns zum wohlverdienten Abendessen trafen.

Mittwoch war dann endlich Sonne pur angesagt. Nach dem Frühstück eroberten wir uns fünf Liegestühle am Pool und legten und in die Sonne, jeder mit einem Buch bewaffnet. Gegen zwölf verschwand dann Robert zur Massage, bei der er einmal so richtig rangenommen wurde. Das schreit schon um eine Fortsetzung zuhause. Die Sonne war allerdings etwas verräterisch, weil es durch den Wind so wirkte, als ob sie gar nicht so stechen würde.

Am Abend konnten wir dann die verschiedenen Formen des Sonnenbrands miteinander vergleichen, wobei Sandra mit ihrer Nasenkarotte und den verbrannten Rückseiten der Oberarme allerdings alle Rekorde brach. Mutti hatte nur ein feuerrotes Dekolleté, während Ulrich am Bauch rot funkelte. Am Abend wollten wir uns dann mit Julia bei der unter dem Hotel gelegenen Poolbar treffen, aber dort war es jetzt zum Abend so frisch, dass Mutti, Robert und ich müden Schrittes nach einer Sangria wieder zurück zum Hotel wanderten, um noch eine Runde zu schlafen.

Donnerstag war es zum Glück nicht ganz so windig, sodass wir wiederum unsere Liegen rückerobern konnten, damit die Lektürestunden fortgesetzt werden konnten. Robert war inzwischen ganz im Banne von Dan Brown, während Isolde über die Heiterkeiten von Herrn von Hirschhausen schmunzelte oder schallend lachte. Mutti wurde dann um halb elf von Lothar abgeholt, damit die beiden einmal in Ruhe miteinander plauschen konnten. Wir gesellten uns um zwölf dazu. Da konnten wir uns noch einmal sehen und weiter miteinander plaudern und uns austauschen. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann wieder am Pool bei unseren Liegen. Zum Abendessen wurde heute gegrillt, wobei ich mich hoffnungslos überfressen habe, was dazu führte, dass wir den Rest des Abends in ruhiger Haltung vor dem Fernseher verbrachten.

Freitag sollte es dann doch wieder nach Hause gehen. Die Koffer waren schnell gepackt, die Rechnungen beglichen und die Zimmer aufgeräumt, sodass wir noch ein bisschen lesen konnten, bevor um halb zwölf der Bus zum Transfer nach Palma eintraf. Dort waren wir schon gegen ein Uhr und konnten wiederum flott einchecken und uns dann in der wenig anheimelnden Abflughalle noch etwas essen, bevor wir um Viertel vor drei ins Flugzeug durften. Aber der Flug verlief ruhig, es gab sogar was Warmes zu essen und um kurz nach halb sechs standen wir schon am Kofferband in Düsseldorf, bevor es zum Abschiednehmen ging. Während Sandra und Ulli zum Taxistand liefen, kehrten wir zu unserem Auto im Parkhaus 4 zurück und machten uns auf den Weg zu Roëlle, die in dieser Woche auf Djoser aufgepasst hatte. Da gab es dann erst einmal eine große Wiedersehensfreude, bevor wir endlich zuhause anlangten. Lange blieben wir aber auch heute nicht mehr auf, denn am Samstag mussten wir ja in aller Frühe wieder auf, um unsere Queenie abzuholen, während Mutti die Heimreise nach Aurich anzutreten hatte.

Mallorca mit der Familie

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Über kaynerlei

Übersetzer, Dolmetscher und Deutscher mit Wahlheimat in den Niederlanden, liebem Ehemann, zwei Hunden und Faible für Oper und schöne Stimmen
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