Wochenende zum 75. in der Eifel

Obwohl der Geburtstag von unserem Vati nun ja schon ein paar Tage zurückliegt, durften wir ihn jetzt nochmals in den schönsten Herbstfarben feiern.

Am Freitag machten sich da also auf der Gerhart persönlich aus dem nördlichen Aurich, der sogar noch den Ulrich abholen wollte, die Sandra aus dem Hannoveraner Raum, der Robert mit meiner Wenigkeit aus dem holländischen Ausland und Martina und Dietmar nach einem weiteren arbeitsreichen Tag. Sodass wir alle zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten eines gemeinsam hatten: Wir standen alle im Stau!!!! Das lag an den Herbstferien, Autounfällen, Feierabendverkehr und allgemeinem Verkehrsaufkommen mit zähfließendem Verkehr, wie das euphemistisch heißt.

Vati und Ulli waren die ersten im Haus und durften dann die Heizung einschalten und die Betten beziehen. Wunderbar. Sandra hatte sich als nächste durch den Verkehr gekämpft und gegen acht Uhr trafen auch die Holländer ein. Nur das Abendessen – Coq au vin – lag noch bei Martina und Dietmar im Stau irgendwo zwischen Essen und Bad Neuenahr. Gut, dass wir Schnittchen schmieren können. Die Lingeriemode, zu gut Deutsch die Schlüpper, die im Haus gefunden wurden, sind dann auch gleich am ersten Abend wieder verschwunden!!!
Als dann endlich alle gemeinsam beisammen waren, konnten wir den Rest des Abends feuchtfröhlich mit Sekt und Bier begießen, was auch für die nötige Bettruhe in den zierlichen Betten sorgte. Die Bettdecken waren alle pflegeleicht aus irgendwelchen Kunststoffen, die sich unter gar keinen Umständen verformen ließen. So konnte man sich nicht warm einkuscheln und einmummeln, aber Plastik konserviert ja und hält uns außerdem warm.

Der Samstag begann dann mit einem langen und ausgiebigen Frühstück, bevor wir uns zum Bummel durch die Weinberge aufmachten. Im strahlendsten Sonnenschein bot sich uns das Moseltal wirklich in wunderschönster und allerkitschigsten Ausstrahlung und Atmosphäre an. Es war einfach zu hübsch, um wahr zu sein.

Um vier Uhr ging’s dann aber ans Eingemachte. Wir hatten uns zur Weinprobe bei der Familie Junglen (nicht Hugendubel) angemeldet, und Vater Junglen hat sich viel Zeit genommen, um nicht nur Rot- und Weißweine nebst Rosé, Trester und Sekt mit uns zu probieren, sondern konnte sogar noch mit unserem Vater über die Düngung von Kali, Phosphor und dergleichen fachsimpeln. Tja, und jetzt wissen wir auch, dass Rosé verarbeitet wird wie Weißwein, aber dass das mit Rotweintrauben gemacht wird; also nix mit roten Trauben und dergleichen Schnickschnack.

Anschließend hatten wir nicht nur Wein eingekauft, sondern außer unseren Autofahrern auch alle tüchtig einen im T. Was war der Kay also froh, dass er nicht zu kochen brauchte, sondern dies Martina und Dietmar überlassen konnte, die uns dann alle mit in Wein getränktem Hühnchen verwöhnten. Ulrich hatte noch für die benötigte Wärme im Zimmer gesorgt, weil er einen Holzvorrat für den Abend herangeschafft hatte (Kostenpunkt 5 Euro – also keine Axtgänge im Wald).

Sonntag ließen wir es nach dem anstrengenden Samstag ruhiger angehen. Außerdem ließ uns jetzt die Sonne im Stich. Nach einem späten Frühstück mussten Martina und Dietmar aufbrechen, die es sich nicht nehmen lassen wollten, den Rest des Tages im Stau zu stehen.
Der Rest zündelte weiter am Kaminofen herum, las Bücher, schrieb Dokumente für Mandanten und blätterte in Zeitschriften und Zeitungen. Einfach rundum gemütlich, sogar als um 18 Uhr die Rennautos
in Brasilien wie bekloppt im Kreise herumfuhren, was wir uns ja unbedingt ansehen mussten. In der Zeit schmorten die Frikadellen in der Pfanne, was als Ausgleichsprogramm zu betrachten war, und die uns als Abendessen danach köstlich schmeckten.

Zum gemütlichen Abschluss gab’s dann einen Tatort, bevor es in die Falle ging. Schließlich mussten Robert und Kay am Montag früh aufbrechen. Das erwies sich dann wieder als leichtes Problem, weil der neue Astra selbst zwar ausgezeichnet fuhr, aber leider der hintere Reifen bei Lüttich den Geist aufgab und die Luft mit einem großen Knall entweichen ließ. Bis der Pannendienst da war, der Wagen notdürftig fahrtüchtig und anschließend mit neuem gutem Reifen versehen war, war es gleich wieder zwei Stunden später.
Zum Glück war Robert trotzdem um 13 Uhr im Büro. Sandra und Ulli waren da schon in Krefeld. Nur Gerhart konnte das schöne Wochenende am längsten genießen und erreichte erst am späten Nachmittag die ostfriesische Heimat.

Und hier kommen die Fotos:

Wochenende an der Mosel

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Über kaynerlei

Übersetzer, Dolmetscher und Deutscher mit Wahlheimat in den Niederlanden, liebem Ehemann, zwei Hunden und Faible für Oper und schöne Stimmen
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